Töchter

Für B., für M., für S.

Eine griff
mit beiden Händen
in Dornen,
und ihr Schmerz ist
zu einer
Rose geworden, die sie
verschenkte.

Eine ließ
Worte sich ranken wie
wilden Wein
an Mauern empor, bis
sich schuldig
bekannten und fielen.

Eine ließ
aus tausendschöner Seele
ein Lachen
fallen in die offenen Augen
von Kindern
und lehrte sie, mutig zu sein
wie sie selbst.

Sie alle
sind unsere, der Müdegewordenen,
Töchter, und
ich bange weniger nun um die
Zukunft und
um das Schicksal der Welt !

© Jost Renner

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