Depression

Ein dunkler, stiller Engel
ist zu mir gekommen,
sein Antlitz Schattenspiel,
seine Schwingen Nacht,
und hält in seinen Händen
tausend ausgebrannte Sonnen
und abertausend Sterne,
die schon lang erloschen sind.
Er hat ein jedes Licht
vom Himmel fortgenommen,
und ich weiß nun ganz gewiß :
jede Zuversicht war Traum.

© Jost Renner

8 Kommentare

    1. Da soll auch kein Platz mehr sein. Wie anders könnte ich Menschen sonst diesen Zustand nachvollziehbar, nacherlebbar vermitteln ? Ein Gedicht ist ja kein intellektueller Diskurs …

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    2. ich schreibe ja, wie du sicher weißt, ebenfalls gedichte. insofern irritiert mich deine antwort. mein kommentar war kein vorwurf oder zweifel, sondern eine spontan-empfundene-mitfühlende reaktion.
      ich wünsche dir alles gute.
      gute nacht. 🙂

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  1. Lieber Jost, ooch. Vielleicht hast Du jaLust am Freitag, 20 Uhr, zu Rimpel zu kommen. Die Kappe-Autoren lesen anlässlich des Geburtstages der Serie. Das würde jedenfalls Stenchen in meine Augen zaubern. Ansonsten – es ist einfach wunderschön, dieses Gedicht. Wunderschön melancholisch. Wie immer einfach ein Jost eben. LG Petra

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  2. Ein sehr schönes Werk, das allerdings dieses tiefe Dunkel der Seele nur andeutet. Diese undurchdringliche Schwärze ohne den Hauch der Perspektive möchte auch besungen sein!

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