Vanitas

Ach, Du weinst :
auf ewig unerreicht
das Bildnis einer Göttin,
das Du schufst,
um ihm zu gleichen,
und ewig fern
die schönen Götter,
die Du doch
an Dich binden willst.

Doch tröste Dich :
es sind die wahren Götter
unscheinbar, und
ihre Schönheit liegt allein
in ihrem Wort,
das eine Welt erschafft,
die bis tief
hinein in Deine Seele reicht.

Ach, weine nicht !
Such in allen Fernen nach
dem einen
Mensch gewordnen Gott,
in dessen Tränen
sich Deine Schönheit spiegelt
und dessen Lachen
Dir ganz sanft von seiner
Liebe singt.

© Jost Renner

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