Logbuch

Gedichte zu schreiben, das ist,
als hätte
ich einmal an den Ufern einer
Pfütze
ein Schiff zu Wasser gelassen,
wäre mit
ihm in die Ferne gesegelt, um
dort ein
mir noch unbekanntes Land zu
entdecken,
und schriebe eifrig Tag um Tag
in mein
Logbuch Berichte vom Verlauf
dieser Reise,
so als wüßte ich nicht, ich
gelangte
wohl niemals an irgendein Ziel.

© Jost Renner

Ein Kommentar

  1. Oh, wie fein formuliert!
    Es ist im Empfinden nur die kleine Pfütze, aber doch eine Welt für sich und so groß und wichtig.

    Liebe Grüße,
    Silbia

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