Wagnis

Angesichts des Himmels sind Worte
immer ein Wagnis,
denn niemals könnten sie die Sonne,
die Sterne berühren.
Einer der schreibt, muß den Winden
vertrauen, die
das Wort auf fruchtbaren Boden zu
tragen vermögen,
wo es im Verborgenen keimen darf,
bis einmal einer
es wagt, sich zum Himmel zu denken.

© Jost Renner

Ein Kommentar

  1. Lange musste ich darüber nachdenken, woran mich die ersten Verse erinnern. Nun habe ich es gefunden, Kafkas Reflexion: „Die Krähen behaupten, eine einzige Krähe könnte den Himmel zerstören. Das ist zweifellos, beweist aber nichts gegen den Himmel, denn Himmel bedeuten eben: Unmöglichkeit von Krähen.“

    Als würde Dein (schönes) Gedicht darauf antworten.

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