Segenswunsch

Gesegnet
seien die Heimatlosen,
in deren Blick
das vage Zwielicht
des Herbstes schon dämmert,
deren Stimme spröde ist
wie welkes Laub,
das allzu bald fallen muß,
die in den Sälen
ihrer Herzen ruhelos wandern
und nichts anderem begegnen
als dem Hall ihres Schritts.
Gesegnet
seien die Heimatlosen,
denn ihr Winter wird groß.

© Jost Renner

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