Zeit geht ins Land

Zeit geht ins Land,
die Heimatlose,
baut Hütten, Häuser,
die schon bald verfallen,
sät Hoffnung und
reißt sie mit den
Wurzeln wieder aus.

Zeit geht ins Land,
ins weite, unerforschte,
zieht tiefe Furchen in
die Seelenäcker und
sagt sanft ein Liebeswort,
das sie nächstens
unbekümmert widerruft.

Zeit geht ins Land,
die Gnadenlose :
ich will ihr schreiben,
daß ich war und liebte,
denn mich, ihr Kind,
wird sie vergessen
und einfach weitergehn.

© Jost Renner

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