Glaubensfrage

Glaubte ich nicht, ich dürfte einmal noch lieben
und würde einmal nur wiedergeliebt,
ich ginge wohl fort von den Menschen.
Ich schüfe mir einen steinernen Garten
und pflanzte eine Rosenhecke aus Stahl.
Das, was ich Welt nenne, läse ich nur
aus schwarzen Zeichen auf weißem Papier
und wüßte selbst kein Wort mehr zu sagen.
Bis heute aber ist mir die Hoffnung geblieben,
ich könnte einmal nur willkommen sein.
So will ich also unter den Menschen leben,
sticht mich auch jedes Nein bis aufs Blut
und läßt die Sehnsucht langsam leiser werden.
Das, was ich Welt nenne, will ich spüren
wie den steten Schlag des eigenen Herzens
und ihm Tag für Tag eine Antwort geben.

© Jost Renner

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