Weltenferne

Wie sehr bewundert man
die unvergleichliche Schönheit
eines erdfernen Kometen,
sein seltenes Leuchten, das
dahinzieht auf dunkler Bahn,
Sein kristallenes Licht scheint
ein nur allzu flüchtiger Kuß
und weckt vage Träume.
Er ist ein Heimatloser,
aus Welt und Zeit gebrochen,
und sammelt Sternenstaub.
Ein schimmerndes Gewebe aus
zu Eis gefrorenen Narben
umhüllt seinen schweren Kern,
der um so vieles leichter ist
als das Gewicht der Welt
und die Erde doch zermalmte,
käme er einmal ihr zu nah.
So wünscht man ihm Ferne.

© Jost Renner

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