Noch

Immer stärker befürchte ich,
ich könnte meine Sprache verlieren,
sodaß mir die vertraute Welt
in unbegreiflichem Dunkel versänke.
Denn der eigentliche Schmerz
ist ein wortlos wütendes Heulen,
das gierig den Himmel zerfrisst
und die mir zugestandene Zeit.
Noch aber greife ich unbeirrt
nach jedem nur denkbaren Wort
und schlage es in die Wirklichkeit,
damit es der Finsternis wehre.

© Jost Renner

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