Im Freien

Aus Gedankengehölz,
meinem Seelendickicht,
aus dem Windbruch der Zeit
kam ich ins Offene,
auf ein sehr weites Feld,
um dort Dir zu begegnen.
Da ist kein Schutz, nirgends,
unter dem Hoffnungshimmel,
und ich fürchte mich sehr.
In mir klingt meine Sprache,
singt sanft meine Liebe
wie wisperndes Gezweig.
Sie erinnern mich leise
an meine aufgegebene Heimat.
Doch ich fürchte mich nicht,
derweil meine Wälder brennen.

© Jost Renner

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