Was bleibt

Damit ich Dir schön erscheine
und wünschenswert,
damit Du mich lieben könntest
und meine Nähe ertrügest,
habe ich mich mehr und mehr
in Sprache verwandelt,
ließ mein Fleisch zu Bildern werden
und meine Seele zu Traum.
Ich trieb zarte Muster in
meine so unerbittliche Zeit
und begann, leise zu klingen,
bis ich nichts mehr gewesen bin
als Dichtung und Schmerz.

© Jost Renner

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