Winterbeginn

Sie haben ihn wohl
dort gefunden – in
jenem winterstillen Wald .
Ein letztes welkes Blatt
von tiefem Frost durchdrungen.
Er hatte nicht länger
unerwidert lieben wollen.
Nun wird der Winter
lang und still und kalt.

© Jost Renner

 

Bitte, auch den Kommentar lesen. Danke.

Ein Kommentar

  1. Anmerkung :

    Stünde dieses Gedicht in einem Buch, wäre eine Anmerkung überflüssig, man behandelte das Gedicht als künstlerische, literarische Äußerung. In einem Blog dagegen mischen sich allerdings zu sehr Aspekte der Person und einer vorausgesetzten Authentizität hinein. Nun : Dieses Gedicht ist weder eine Ankündigung eines Suizids, noch eine Drohung damit. Vielmehr kombiniert es zwei Thesen – 1. Liebe ist weitgehend keine Willensentscheidung und 2. beraubte man sich einer – auch unerwiderten – Liebe, ginge man auch Wärme und Lebendigkeit im Wesentlichen verlustig. Das Eros – Thanatos – Motiv bot sich für beide Thesen gleichermaßen an.

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