Mathematischer Trost

Mit einer Verbeugung zu Christian Morgenstern

Die unverstandene Mathematik
bietet doch magischen Trost :
Daß sich zwei Parallelen
in der Unendlichkeit kreuzen,
dies will ich fest glauben.
Daß in noch viel fernerer Zeit
Liebesenden zu entwirren wären,
scheint mir allerdings eine
Milchmädchenrechnung zu sein,
deren Beweis ich ruhig abwarte.

© Jost Renner

 

Das Gedicht greift ein Motiv aus „Zwei Parallelen“ von Christian Morgenstern auf.